Jeder kann mit(be)stimmen!

Vor jedem Spieltag werden auf unserer Website sechs verschiedene Songs zur Abstimmung gebracht. Die Top Drei könnt Ihr dann in der Halbzeitpause genießen. Viel Vergnügen.

Babelsberg vs. Lichtenberg

Panem et circenses

Liebe Freundinnen und Freunde,

ihr wisst, ich bin ein einfach gestrickter Geselle. Kürzlich las ich im Fachmagazin „Postillon“ den Artikel mit der Überschrift: „Weil der Knoten vielen zu kompliziert ist: Erste Bäckerei bietet Brezeln mit Klettverschluss an“ und fühlte mich köstlich unterhalten.
Erfreulich für den Endverbraucher ist laut des Fachpresseartikels: „Preislich liegen Brezeln mit Klettverschluss dabei keinen Cent über solchen mit herkömmlicher Knotung. Das liegt daran, dass für Klettbrezeln zwar höhere Materialkosten anfallen, dafür aber die kostspielige Arbeitszeit eines professionellen Brezelverknoters eingespart wird.“

Natürlich ahnt der geneigte Brotliebhaber, dass es sich bei diesem Text um eine Verhohnepipelung des beliebten Laugengebäcks handelt, wissen doch schon die kleinen Krümel in Kindertagesstätten, wie die Brezel (vom Lateinischen „bracchia“, die Arme) wirklich entstand:

Graf Eberhard von Urach hatte vor vielen, vielen Monden einen sehr begabten Hofbäcker. Eines Tages wurde entdeckt, dass der Bäcker ein Dieb war und von den Waren seines Grafen gestohlen hatte. Dies war in jenen Tagen ein sehr schlimmes Verbrechen. Doch der Graf war nicht abgeneigt, Gnade vor Recht ergehen zu lassen, denn er schätzte die Backkünste sehr und wollte nicht darauf verzichten. Des Grafen Angebot sah folgendermaßen aus: Wenn der Bäcker es schaffte, innerhalb von drei Tagen ein Brot zu backen, durch das drei Mal die Sonne scheint, so solle sein Leben verschont bleiben.

Zwei Tage vergingen ohne einen guten Einfall des Bäckers. Am dritten Tag war der Bäcker schon nahezu verzweifelt, als ihm die zündende Idee kam: Als er seine Frau sah, wie sie ihm mit verschränkten Armen beim Werkeln zusah, versuchte er, diese Form nachzubilden. Schnell arbeitete er die Form der verschlungenen Arme in sein Gebäck ein. Somit war die Aufgabe erfüllt, die Sonne konnte durch dieses Gebäck drei Mal scheinen und niemand musste weinen, denn Brot weint nicht.

Dennoch verdrücke ich eine kleine Träne und freue mich gleichzeitig, eine Band meiner Jugend ein letztes Mal im April 2023 live zu erleben. Und ja, zur Feier des Tages werde ich eine überteuerte Brezel in der Max-Schmeling-Halle erwerben…und maximal acht statt zehn Prozent Trinkgeld geben.

Aus Oeses Gaststübchen reiche ich die Musik-Soljanka mit folgenden symmetrisch verschlungenen Teig­strängen an. Wohl bekomm’s:

Folk-Metal von hier – Stoner-Rock aus Kalifornien – irische Moosbeeren – Punk-Rock aus New Jersey – britischer Pop – Papa, Papa und Papa aus Hamburg

 

Queens Of The Stone Age – Medication

 

 

 

 

Fettes Brot – Brot weint nicht

Das graue Feld unten ist der Abstimm-Button (für Handy-Nutzer).

Euer Favorit zur Halbzeitpause gegen Lichtenberg
  • Subway To Sally – Julia und die Räuber
  • Queens of the Stone Age – Medication
  • The Cranberries – I Can't Be With You
  • The Bouncing Souls – Lamar Vannoy
  • Wham – The Edge Of Heaven
  • Fettes Brot – Brot weint nicht