HEUTE ABEND: Michael Maor, Überlebender des Holocaust, um 19.00 Uhr im KarLi

Foto: F.C.Flick Stiftung / Hilde Hildenhagen

Am Dienstag, den 11. November, um 19.00 Uhr, findet im VIP-Raum des Karl-Liebknecht-Stadions ein Themenabend mit dem Holocaustüberlebenden Michael Maor statt. Es ist eine seltene Gelegenheit, eine so wichtige Person des Zeitgeschehens persönlich erleben zu dürfen.

Michael Maor setzt sich seit vielen Jahren, selbst im Alter von 81 Jahren, als ehemaliger KZ-Insasse für die Aufarbeitung der Kriegs- und Nachkriegszeit ein. Er wird als äußerst charismatischer Redner bezeichnet und scheut sich nicht davor, Stellung zu aktuellen Themen wie der politischen Lage in Israel und Europa zu beziehen. Nulldrei freut sich auf alle Besucher!


Die Geschichte eines Holocaustüberlebenden

Michael Maor, 1933 in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) geboren, überlebte als Kind den Holocaust. Zusammen mit seinen Eltern floh er während des Nazi-Regimes über Jugoslawien, Kroatien und Italien, wo er schließlich in ein Konzentrationslager verschleppt wurde.

Mit gerade 11 Jahren verlor er seine Eltern, die während eines Partisanenangriffs in Kroatien erschossen wurden. Als Vollwaise kam er mit 12 Jahren per Kindertransport nach Palästina, wurde dort im Alter von 18 Jahren zum Militärdienst einberufen.

Anschließend studierte er Fotografie in Köln.

Als ehemaliger israelischer Geheimagent war er zudem maßgeblich am Zustandekommen des Eichmann-Prozesses in den 1960er Jahren verantwortlich.

Bei einem nächtlichen Geheimeinsatz fotografierte er im Frankfurter Justizgebäude die Akte von Adolf Eichmann und übergab sie anschließend dem Mossad.